[Rezension]: "Das italienische Mädchen" von Lucinda Riley

30. November 2014





Originaltitel: Aria
Preis: € 9,99 [D]
Ausgabe: Taschenbuch
Seitenanzahl: 560
Reihe: Einzelband
Bewertung: **** (4)
Verlag: Goldmann
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"Das Luca und mir war nie so dramatisch wie das mit dir und Roberto, aber auf unsere eigene ruhige Art haben wir uns genauso sehr geliebt.(Seite 530)

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Mit elf Jahren begegnet Rosanna Menici zum ersten Mal dem Mann, der ihr Schicksal bestimmen wird. Der junge Tenor Roberto Rossini ist in seiner Heimat Neapel bereits ein umschwärmter Star und schenkt dem schüchternen Mädchen, das bei einer Familienfeier singen soll, kaum Beachtung. Doch als die ersten Töne den Raum erfüllen, kann er seine Augen nicht mehr von Rosanna lösen, so rein und einzigartig ist diese Stimme. Sechs Jahre später treffen Rosanna und Roberto an der Mailänder Scala wieder aufeinander – und gemeinsam treten sie einen unvergleichlichen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt an. Doch ihre leidenschaftliche Liebe wird zu einer Obsession, die sie für alles um sie herum blind werden lässt …

„Mein liebster Nico, es ist merkwürdig, eine so komplizierte Geschichte zu Papier zu bringen, obwohl Du sie möglicherweise niemals lesen wirst, und ich weiß auch nicht, ob das Schreiben über die Vergangenheit eher mir oder Dir nützen soll, mein Schatz.”

Nach dem Roman "Das Mädchen auf den Klippen" freue ich mich nun "Das italienische Mädchen" vom Goldmann Verlag rezensieren zu dürfen.

Dieses mal möchte oder eher gesagt muss ich auch etwas zu dem Cover sagen. Es ist wieder einmal traumhaft schön. Ein junges Mädchen in einem Opernkleid, im Hintergrund eine italienische Stadt und das Meer. 
Sehr passend und ein absoluter Hingucker.

Schon zu Beginn merkt man das diese Geschichte einer der früheren Werke Riley's entsprungen ist. Denn im Gegensatz zu den anderen Bücher, in denen immer zwischen der Gegenwart und Vergangenheit gewechselt wird, wird hier die Handlung chronologisch erzählt. Dies geschieht in der Er/Sie Form. Einzig und allein kurze Sequenzen, in denen Rosanna sich noch einmal explizit an ihren Sohn Nico richtet, sind in der Ich-Form verfasst worden. 

Rosanna, als jüngste Tochter der Menicis, hat es nicht leicht. Sie bekommt kaum Aufmerksamkeit, dafür ihre wunderschöne Schwester Calotta umso mehr. Einzig und allein Luca, ihr großer Bruder, unterstützt sie und zahlt auch ihren Gesangsunterricht.
Mit 11 Jahren wird der Opernsänger Roberto Rossini auf sie aufmerksam und ihr Blatt wendet sich.
Größtenteils handelt die Geschichte von der Liebe der Beiden. Auch wenn sie echt und wahrhaftig ist, kann Roberto nicht von seinem Image als Frauenheld weg. Und auch eine ehemalige Bekanntschaft versucht alles, ihn für sich zu gewinnen. 

Bei den Charakteren bin ich etwas zwiegespalten. Luca ist einfach nur gut und opfert für seine Familie alles. Carlotta muss für einen Fehler ihr Leben lang büßen und ich empfinde sie teilweise als recht egoistisch.
Obwohl mir die Entwicklung von Rosanna vom schüchternen, kleinen Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau sehr gefallen hat merkt man, wie abhängig Liebe machen kann. Denn für Roberto gibt sie alles auf und er ist ihr teilweise wichtiger als ihr eigener Sohn. Dies hat mich zwischenzeitlich sehr genervt, denn meiner Meinung nach sollte man sich auch auf sein eigenes Leben konzentrieren - nicht nur auf das des anderen.  
Zudem ist  Roberto Rossini einer der egozentrischsten Protagonisten die mir je begegnet sind. Die Welt dreht sich nur um ihn und er verlangt genau dies auch von seinem Umfeld.
Teilweise habe  ich mich wirklich lautstark aufgeregt - macht sowas vielleicht ein gutes Buch aus? 
Irgendwie spiegelt jeder der Charaktere ein Klischee wieder und keiner hält wirkliche Überraschungen bereit. 

Die Handlung ist recht vorhersehbar. Er lässt es sich sehr flüssig lesen und der Autorin ist wieder mal ein schöner Roman gelungen. Trotzdem ist dies kein Buch, welches ich ein zweites mal lesen müsste.

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Unter dem Namen Lucinda Edmonds hat sie acht Romane veröffentlicht, von denen nun »Das italienische Mädchen« erstmals auf Deutsch erscheint. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.






Das Mädchen auf den Klippen











Der Engelsbaum











Die sieben Schwestern

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