21 März 2015

[Rezension]: "Ein Streuner kehrt heim" von Nick Trout





Originaltitel: The Patron Saint of Lost Dogs
Preis: € 11,99 [D]
Ausgabe: ePub
Seitenanzahl (Print-Ausgabe): 384
Reihe: Einzelband
Bewertung: *** (3)
Verlag: Page & Turner
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"Die meiste Zeit meines Lebens war ich, wenn jemand um Hilfe rief, der Typ, der den Notruf wählt. Hier und jetzt muss ich für Denise und Tina der Typ sein, der nicht nachdenkt, sondern einfach handelt, der seine Jacke abstreift und in das brennende Haus rennt.(Seite 110 *laut meinem Tolino)


Vielen Dank an den Page & Turner Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Liebe ist die beste Medizin. 
Nie wieder wollte Dr. Cyrus Mills in den kleinen Ort Eden Falls in Vermont zurückkehren. Und als er die dortige Tierarztpraxis seines Vaters erbt, möchte er diese so schnell wie möglich verkaufen. Geldsorgen zwingen ihn jedoch, die Praxis zu übernehmen, bis ein Käufer gefunden ist. Widerwillig tritt Cyrus, der zwar Veterinärmedizin studiert, aber noch nie als Tierarzt praktiziert hat, seinen Dienst an. Doch dann stürmt sein erster Patient, ein Golden Retriever namens Frieda Fuzzypaws, schwanzwedelnd durch die Tür, und um Cyrus ist es geschehen. Dank Frieda, dem schwarzen Labrador Puck, der Perserkatze Chelsea und den anderen liebevollen - zwei- und vierbeinigen - Einwohnern findet Cyrus in Eden Falls bald wieder ein Zuhause. Und dann ist da noch Amy, die ebenso temperamentvolle wie hübsche Bedienung des einzigen Lokals am Ort ...

Montag

„Die alte Türklingel lässt mich zusammenzucken - nicht zuletzt, weil der erste Kunde des Abends zufällig auch noch mein erster Kunde seit vierzehn Jahren ist.”

Der Roman beginnt am Montagmorgen, der erste Tag an dem Dr. Cyrus Mills als "richtiger" Tierarzt praktiziert. Denn vorher war er Veterinärpathologe und hatte nichts mit den lebenden Tieren und ihren mehr oder weniger anstregenden und sorgenvollen Besitzern zu tun. 
Doch nun muss er Geld verdienen, bis ein Käufer für die Tierarztpraxis seines Vaters gefunden ist und wird sogleich ins kalte Wasser geschmissen.

Die gesamte Handlung dreht sich um den Zeitraum von Montag bis Samstag, denn noch am selben Tag taucht ein Bankmitarbeiter auf, der ihm eine Gnadenfrist setzt. Wenn bis Ende der Woche nicht eine bestimmte Summe Geld aufgetrieben wird, gehe die Praxis und das gesamte Haus in den Besitz der Bank über. 

Leider hatte ich große Probleme in die Geschichte hinein zu kommen. Dies lag vor allem an der Handlung, denn diese zog sich auf den ersten Hundert Seiten ewig hin und waren schlichtweg langweilig. Teilweise konnte ich mühelos Abschnitte überspringen, ohne den Faden zu verlieren. 
Erst gegen Ende konnte ich mich etwas besser mit der Geschichte anfreunden und die letzten Seiten ließen sich dann doch recht zügig lesen.

Die Charaktere blieben eigentlich den gesamten Roman über sehr blass. Doris, die Sekretärin war mir von Anfang an sehr unsympathisch und auch Lewis fand ich ziemlich seltsam. Auch wenn dieser der einzige war, mit dem ich am Ende doch etwas mehr Sympathie empfand. 
Cyrus selbst bleibt lieber für sich allein, weswegen er sich in einer richtigen Tierarztpraxis nicht sonderlich wohl fühlt. Obwohl er über das theoretische Wissen verfügt, hat er doch kleine Probleme dieses in die Praxis umzusetzen - und ich muss zugeben: dabei stellt er sich gar nicht so schlecht an.
Zudem bringt er auch noch ein gravierendes Geheimnis nach Eden Falls, dessen Grund aber kurioser Weise nicht mal geklärt wird.
Leider hatte ich zu keinem der Charaktere ein Bild und deren Hintergrundgeschichte hat mich auch nicht sonderlich interessiert.
Lediglich einige Patienten, wie zum Beispiel die Katze Tina mit ihrer schwangeren Besitzerin Denise oder der Mischling Clint mit seinem Herrchen Harry (wobei auch Clints Vorgänger alle den selben Namen trugen) konnte ich ins Herz schließen.

Ich war wirklich mit mir am hadern, ob ich den Roman abbreche. Aber erstens breche ich wirklich so gut wie nie ein Buch ab und zweitens währe das ja auch ein Fehler gewesen. Denn gegen Ende nimmt die Geschichte wirklich noch einmal an Fahrt auf, es kommen einige spannende Details ans Licht und Cyrus wächst über sich hinaus.

Allein der Spannungsaufschwung gegen Ende hat die Bewertung noch um einen Punkt hochgerissen, das aber auch nur ganz knapp - ansonsten wäre es wohl bei zwei Eulen geblieben.

Nick Trout hat an der University of Cambridge Tiermedizin studiert und arbeitet als Chirurg am berühmten Angell Animal Medical Center in Boston; er hat mehrere Bücher über seine Arbeit und sein Leben mit Tieren geschrieben, die alle New Yor Times Bestseller wurden. Nick Trout lebt mit seiner Frau Kathy und dem Labrador-Pudel-Mischling Thai in Massachusetts.

Kommentare:

  1. Oh mir hat das Buch super gut gefallen. Aber sehr gute Rezension!
    Lg Sonja

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    1. Das Buch hat total vielen super gut gefallen, nur mir leider nicht :(
      Vielen Dank :)

      Liebe Grüße,
      Jana

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