30 März 2015

[Rezension]: "Im Herzen der Vollmond" von Natalie Luca






Originaltitel: Im Herzen der Vollmond
Preis: € 1,49 [D]
Ausgabe: ePub
Seitenanzahl: 69
Reihe: Einzelband
Bewertung: *** (3) 
Verlag: bittersweet
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"Obwohl es überhaupt keinen Sinn ergibt und obwohl es eigentlich unmöglich ist, flüstert mir mein Unterbewusstsein zu, dass dieser Mann eine Gefahr für mich darstellt ... dass er irgendwie anders ist."  (Seite 23 *laut meinem Tolino)

Nachthell – Kühlvertraut – Bernsteinaugen… 
Während der Vollmond aufgeht, muss Lillys Zug in einer menschenleeren Gegend einen Nothalt einlegen. Entnervt verlässt sie den Zug, um sich selbst durchzuschlagen. Und stößt auf ein geheimnisvolles Dorf mitten im Nirgendwo.

„Als der Zug mit quietschenden Rädern bremst, werde ich so fest in meinen Sitz gedrückt, dass es mir die Luft aus den Lungen presst und ich meine Finger in die Armlehnen krallte.”


Durch den Klappentext konnte ich jetzt nicht allzu viele Schlüsse auf die Handlung ziehen. Obwohl die düstere, lila farbene Aufmachung und der Titel "Im Herzen der Vollmond" durchaus auf Fantasy hinweisen könnte und ich auch schon ein wenig geahnt habe, worum es denn gehen könnte.

Wie man an dem ersten Satz erkennen kann, wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen. Nach dem Nothalt macht sich Lilly auf die Suche nach einem Telefon. Auf ihrem Weg wird sie von einer älteren Dame aufgelesen und in ein geheimnisvolles Dorf mit sehr seltsamen Einwohnern gebracht..

Die Autorin schafft es von Anfang an eine schummrige und gruselige Stimmung entstehen zu lassen. Ihr Schreibstil hat mir sehr gefallen und ich konnte mich sehr gut in die Situation hineinversetzen.
Außerdem hat sie eine wirklich wunderschöne und etwas gespenstische Kulisse gezaubert, die ich mir super vorstellen konnte.
Die Protagonistin Lilly war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist sehr tollpatschig, aber genau das bewirkt, das sich der Leser sehr gut mit ihr identifizieren kann. Denn wir stoßen endlich mal auf eine Heldin, die eben nicht perfekt ist.
Auch der Mann, Julian von Hagen, den sie in dem kleinen Dorf trifft, war mir nicht unsympathisch. Obwohl sowohl ich, als auch Lilly am Anfang nicht wussten, was wir von ihm halten sollen..
Teilweise haben mich die beiden an "Die Schöne und das Biest" erinnert. Sowohl vom Verhalten als auch von der Umgebung und den Charakteren.

Dieses E-Short hat mir bis zum Schluss sehr gefallen, aber dann ließ es mich einfach in der Luft hängen. Als hätte man der Geschichte 200 Seiten herausgerissen. 
Es war so viel potenzial da, aber leider ist die Handlung einfach nicht in Schwung gekommen. Alles ist vorhanden: tolle Protagonisten, wunderbare Kulisse.. und dann Schluss.
Als Einstieg für einen Roman sicherlich wunderbar, als E-Short für mich nur begrenzt geeignet. Da aber durchaus Potenzial vorhanden ist, bekommt dieses E-Short 3 Eulen.
Natalie Luca lebt und arbeitet in Österreich. Seit dem Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums widmet sie sich vermehrt dem Schreiben, ihrer Leidenschaft seit frühester Jugend. Dabei inspirieren sie besonders ihre ausgedehnten Reisen in ferne Länder. »Unter goldenen Schwingen« war Natalie Lucas Debütroman und bald schon so beliebt, dass Nathaniel und Victoria zu einer ganzen Reihe angewachsen sind. Mit den Dschinn-Romanen startet sie eine neue Serie.

1 Kommentar:

  1. Hallo,
    bin da ganz deiner Meinung. Am Ende war man so aus der Geschichte gerissen, Potenzial verschenkt...
    Ll
    Tanja

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