29 August 2016

[Rezension]: "Was auch immer geschieht" von Bianca Iosivoni






Originaltitel: Was auch immer geschieht
Preis: € 10,00 (Taschenbuch - erscheint am 11. November)
              € 6.99 (eBook)
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2016
Seitenanzahl: 332
Reihe: Einzelband
Bewertung: ***** (5) ♥









Vielen lieben Dank an den LYX Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Sie darf ihn nicht lieben. Denn er ist ihr Stiefbruder. 

Sieben Jahre ist es her, seit Callie und Keith sich zuletzt gegenüberstanden. Damals, kurz nach Callies dreizehntem Geburtstag, war ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen - einem Unfall, an dem Keith die Schuld trug. Callie konnte ihrem Stiefbruder nie verzeihen. Noch heute leidet sie unter den Erinnerungen an das schreckliche Ereignis. Doch als sie für den Highschoolabschluss ihrer kleinen Schwester in das Haus ihrer Stiefmutter zurückkehrt, begegnet sie Keith zum ersten Mal nach all den Jahren wieder. Sofort flammen ihre Wut und ihr Hass auf ihn wieder auf. Aber auch die gefährlichen Gefühle, die Keith schon damals in ihr ausgelöst hat ... 

„Ich würde nie erfahren, was Meghan Trainor mit Marvin Gaye trieb, denn als ihre Stimme ertönte, zog ich mir die Kopfhörer aus den Ohren.

Auf "Was auch immer geschieht" bin ich durch Mona Kasten aufmerksam geworden, die die Geschichte um Callie und Keith wirklich hoch gelobt hat. Und sie hat nicht zu viel versprochen! Wer lieber das echte Buch in der Hand halten möchte, muss sich leider noch bis zum 11. November gedulden, lediglich das eBook ist bereits erhältlich. Aber ich konnte es einfach nicht mehr erwarten!

Vor sieben Jahren hat Callie alles verloren und ab diesem Zeitpunkt war wirklich nichts mehr wie es war. Nicht nur, das ihr geliebter Vater bei einem Autounfall ums Leben kommt und sie nun mit ihrer Schwester Holly bei ihrer Stiefmutter (keine Böse Stiefmutter. Sie ist eine ganz liebe!) aufwächst. Nein, auch ihr Stiefbruder verschwindet aus ihrem Leben, denn er scheint die Schuld an dem Unfall zu tragen. Sieben Jahre später kehrt Callie in ihr Heimatdorf zurück und trifft auf Keith, welcher ausgerechnet hier einen Neuanfang wagen will. Doch Callie hat ihrem Stiefbruder nie verziehen und auch gegen die starken Gefühle für ihn ist sie machtlos...

Callie war mir von Anfang an sympathisch. Sie studiert Medizin, kommt aber in den Ferien in das Haus ihrer Kindheit zurück, um den Highschoolabschluss ihrer kleinen Schwester Holly zu feiern. Sie ist etwas tollpatschig, aber herzensgut und jemand, den man sofort in sein Herz schließen muss. Sie ist definitiv nicht auf den Mund gefallen (es sei denn Keith bringt ihre Gefühle durcheinander) und nie um eine Antwort verlegen. 
Keith erscheint zunächst wie der typische Bad Boy. Muskulös, groß gewachsen und immer einen coolen Spruch auf den Lippen. Doch hinter dieser Fassade steckt ein ganz anderer Keith, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Denn er hat auch eine sehr weiche und liebevolle Art, an die man nur erst einmal heran kommen muss.
Beide haben schwer mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Callie, weil sie ihren Vater verloren hat und ihren geliebten Stiefbruder dafür hassen muss. Und Keith, weil er sich, wie alle anderen, die Schuld an dem Unfall gibt. Zusätzlich fehlen Callie einige wichtige Erinnerungen, die im Laufe der Handlung nur bruchstückhaft hervorkommen und sie geradewegs zurück in die so gut verdrängte Vergangenheit katapultieren. 
Auch Holly, sowie Faye und Parker, Callies beste Freunde, waren mir sofort sympathisch. Die drei tragen einiges dazu bei, Callie aufzufangen und ihr zu helfen, in dem sie einfach nur da sind.

Die Gefühle zwischen Callie und Keith sind natürlich ein kleines Tabuthema und sorgen auch zwischen den beiden für einige Gewissensbisse. Eigentlich sind beide aber getrennt voneinander aufgewachsen und fühlten sich noch nie wie richtige Geschwister. Der Fokus der Geschichte liegt trotzdem eher auf dem Familiendrama der Vergangenheit und ich habe zwischendrin schon mal vergessen, das die beiden eigentlich Geschwister sind. 

Dies war mein erstes Buch von der Autorin, aber bestimmt nicht das letzte. Ihr Schreibstil hat mir sehr gefallen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen! Sie konnte mir die Charaktere wirklich näher bringen und ich habe so sehr mit ihnen gelitten, gelacht und geliebt. Außerdem hat sie eine Atmosphäre geschaffen, die ich nicht wirklich beschreiben kann. Ich habe aber echt das Gefühl gehabt, dabei zu sein. Habe das Holz gerochen und die laue Luft der Abende auf dem Dachvorsprung. So intensiv habe ich lange kein Buch mehr gelesen!

Über Faye und Parker würde ich auch sehr gerne eine Fortsetzung lesen. Mal schauen ob Bianca noch einmal zur Feder greift und auch diesen beiden Charakteren ein Abenteuer beschert. Erst einmal werden wir aber Callie und Keith in einem anderen Projekt von Bianca Iosivoni wieder treffen.

"Was auch immer geschieht" hat mir sehr gefallen und ich konnte seit langem wieder in eine Geschichte so richtig eintauchen und mitfühlen. Ich habe richtig mitgefiebert und das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. 
Ein ergreifender Liebesroman, der mich gepackt und berührt hat. Absolute Leseempfehlung. Er hat die 5 Eulen definitiv verdient!

Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören. Ihre Kurzgeschichte "Bis der Tod uns vereint" gehörte zu den Gewinnern des LYX-Schreibwettbewerbs und wurde 2012 in der Anthologie "5 Jahre - 5 Geschichten" veröffentlicht. 2014 erschien der erste Teil ihrer neuen Romantic Suspense Serie "HUNTERS - Special Unit" bei Romance Edition. Im selben Jahr erschienen die ersten zwei Bände ihrer Kurzroman-Trilogie "Promises of Forever" im Selbstverlag. 

Website: http://www.bianca-iosivoni.de/ 
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