[Rezension]: "Die sieben Schwestern" von Lucinda Riley (01)

25. April 2015







Originaltitel: The Seven Sisters 1 - Maia
Preis: € 19,99 [D]
Ausgabe: gebunden
Seitenanzahl: 544
Reihe: 1. Band (Heptalogie)
Bewertung: ***** (5) ♥
Verlag: Goldmann
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"Wie jeder wahre Künstler weiß, sind Regeln und Hindernisse dazu da, verletzt und beseitigt zu werden. Wir haben nur ein Leben, Mademoiselle, und das sollten wir bis zur Neige auskosten." (Seite 197)


Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet ...

„Nie werde ich vergessen, wo ich war und was ich tat, als ich hörte, dass mein Vater gestorben war.”

Mit dem Auftakt der Reihe "Die sieben Schwestern" hat Lucinda Riley ein wahres Meisterwerk geschaffen. Dieses Buch kann ich wirklich uneingeschränkt weiter empfehlen, denn es nimmt uns mit auf eine Reise durch die Vergangenheit und vermischt Historik mit Liebe und Geheimnissen.

Das erste Buch der Reihe handelt von Maia, der ältesten Adoptivtochter von Pa Salt. Dieser hat Maia und ihre fünf jüngeren Schwestern in unterschiedlichen Teilen der Erde aufgegriffen und mit sich nach Genf genommen, wo sie aufgewachsen sind.
Die sechs Schwestern wurden alle nach den Plejaden, dem Siebengestirn - Pa Salt's Lieblingssternhaufen benannt:

- Maia (Hauptfigur in diesem Roman) >> "Die Schöne"
- Alkyone (Ally genannt) >> "Die Anführerin"
- Asterope (Star genannt) >> "Die Friedensstifterin"
- Celaeone (CeCe genannt) >> "Die Pragmatikerin"
- Taygeta (Tiggy genannt" >> Die Fürsorgliche"
- Elekta (Tricky genannt") >> "Die Temperamentvolle"

Näheres könnt ihr *hier* erfahren.

Aufgewachsen sind die Schwestern wie schon gesagt in Genf, bzw. auf "Atlantis". "Atlantis" war für mich wie ein eigenes kleines Königreich auf einer Insel, umgeben von einem großen See. 
Nach Pa Salt's Tod sind die Schwestern verständlicherweise wie vor den Kopf gestoßen. Zudem hinterlässt er viele Fragen und vor allem das Gefühl, in nie richtig gekannt zu haben.

Vor allem Maia fühlt sich verlassen, denn durch ihn hatte sie immer einen Grund, auf "Atlantis" zu bleiben, während ihre anderen Schwestern flügge geworden und in die Welt hinaus gezogen sind.
Doch ihr Vater hinterlässt ihr Hinweise auf ihre Vergangenheit, die sie langsam mit dem Schriftsteller Floriano Quintelas zu entschlüsseln beginnt.
Ihre Reise führt somit nach Rio, ihrer Geburtsstadt, mit der sie sich auch sogleich verbunden fühlt.

Das besondere an den Romanen der Autorin sind meiner Meinung nach die Sprünge in die Vergangenheit. Und so entdecken wir mit Maia zusammen die Vergangenheit ihrer Familie, genauer gesagt erfahren wir die Geschichte von Izabela, Maia's potenzieller Urgroßmutter. 
Neben einer tragischen Liebesgeschichte lernt der Leser auch einiges über den Bau der Cristo und die Stadt Rio de Janeiro im Allgemeinen. Außerdem verlieben wir uns mit Bel in die Stadt Paris und den französischen Bildhauer Laurent Brouilly.

Im Laufe des Romanes tauchen sehr viele mehr oder auch weniger sympathische Charaktere auf. 
Maia lernen wir als eine sehr verschlossene und zurückhaltende Person kennen, die erst mit der Zeit aufzutauen beginnt.
Bel hingegen liebt das Leben und wünscht sich nichts sehnlicher als die Welt kennen zu lernen und die große Liebe zu finden. Im 20. Jahrhundert sahen die Rechte der Frauen allerdings noch nicht ganz so rosig aus, weshalb auch Bel einer von ihrem Vater arrangierten Ehe zustimmen muss...

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich schnell und verständlich hintereinander weg lesen. Ich wollte den Roman auch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn man möchte unbedingt wissen, wie alles endet.
Maia's Geschichte ist hier aus der Ich-Perspektive geschrieben und die ihrer Großmutter aus der Er/Sie-Perspektive - meiner Meinung nach eine sehr gute Lösung!

Auch die Aufmachung des Buches hat mir wieder sehr gefallen. Zu Beginn findet man einen Überblick über die einzelnen Personen auf "Atlantis". Außerdem ist der gesamte Roman in Mondphasen unterteilt; also "Erstes Viertel" bis "Neumond". (ich hoffe ich erzähle hier nichts falsches :D)

Im Buch werden tauchen mit der Zeit sehr viele Fragen auf, die bis zum Ende nicht alle aufgeklärt werden. 
Zum Beispiel: was hat es mit der siebten Schwester auf sich? 

Genau deshalb freue ich mich schon sehr auf den nächsten Band, der Ende des Jahres auf Englisch erscheinen wird. Wie Janine mir verraten hat, wird er im März 2016 auch bei uns erscheinen und tatsächlich von Ally handeln - hoffentlich erfahren wir dann auch etwas mehr über Pa Salt.

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Unter dem Namen Lucinda Edmonds hat sie acht Romane veröffentlicht, von denen nun »Das italienische Mädchen« erstmals auf Deutsch erscheint. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.





"Das Mädchen auf den Klippen"










"Der Engelsbaum"




"Das italienische Mädchen"



Kommentare:

  1. Huhu, bisher war ich etwas skeptisch dem Buch gegenüber. Einerseits interessiert es mich schon, andererseits fällt es auch nicht unter mein übliches Jagdschema. Aber nach deiner begeisterten Rezi landet das Buch auf jeden Fall auf meiner WuLi. Man soll schließlich öfter mal was Neues ausprobieren, gell? :D

    Viele liebe Grüße und genieß dein Wochenende
    Nelly von Nellys Leseecke

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    1. Ja da hast du Recht :D
      Es freut mich, das ich dich dazu überzeugen konnte :)

      Liebe Grüße & auch von mir ein schönes Wochenende,
      Jana

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  2. Hallo Jana! :-)))

    Ahhh, auf deine Rezension habe ich gewartet!! ;) Ich finde auch, dass "Die sieben Schwestern" ein absolutes Meisterwerk ist! Mein bisheriges Jahreshighlight 2015. Ich habe das Buch im März gelesen und muss immer noch dauernd daran denken, so sehr begeistert war ich davon.^^ Ich liebe Lucinda Rileys Romane auch - sie sind jedes Mal so voller Geheimnisse und Skandale, Fragen aufwerfend, aber auch enthüllend. Und die Liebe und der Herzschmerz machen die Geschichte zusätzlich spannend. ♥♥♥ Ich bin einfach total verliebt in dieses tolle Buch. ;)
    Lucinda Riley hat mir vor ein paar Wochen höchstpersönlich verraten, dass der 2. Teil mit Ally im März 2016 auf Deutsch rauskommen wird und er "Die Sturmschwester" heißen wird. Im November 2015 erscheint es auf Englisch.
    Ich habe deine Rezi hier wieder im Bloggernetzwerk verlinkt, ja?
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/2015/03/27/die-sieben-schwestern-01-von-lucinda-riley/#more-1436

    Alles Liebe ♥ und ein schönes Wochenende!
    Janine

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    1. Hehe :))
      Bis jetzt ist es auf jeden Fall mein Monatshighlight im April und ich denke nicht, das den Posten noch ein anderes Buch bekommt! Da hast du ihre Romane genau richtig beschrieben - und dieses Buch war bisher sowieso das allerbeste von ihr ♥

      Danke für den Hinweis - ich werde es direkt ändern. Argh, aber das ist noch sooo lange :(
      Sehr gerne :)

      Liebste Grüße und ich wünsche dir ebenfalls ein schönes Wochenende,
      Jana ♥

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  3. Hallo Jana,

    die Reihe hat dich also auch erwischt! Mir hat's ebenfalls gut gefallen, nur in Paris war es mir etwas zu viel Liebe. Aber neugierig bin ich auf jeden Fall, wie es mit der nächsten Schwester weitergeht.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Das ist dann natürlich Geschmackssache, denn mir war es nicht zu viel Liebe :)
      Da bin ich auch sehr gespannt, obwohl mir Ally nicht ganz so sympathisch war - kommt vielleicht noch.

      Liebe Grüße,
      Jana

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    2. Stimmt, Ally dürfte im Gegensatz zu Maia etwas gewöhnungsbedürftig sein. :-D Aber grad wer weiß, wie sie wirklich ist, wenn wir sie dann erst kennenlernen.

      Liebe Grüße,
      Nicole

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    3. Ich denke auch, das man mit Ally warm wird, wenn man sie erstmal besser kennen lernt :)

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  4. Hallo Jana,
    hast du Lust "Die Sturmschwestern" ab Freitag mit uns zusammen zu lesen?
    Es wird mal wieder Zeit für eine LR und wenn nicht diese muss sich unsere Picoult Truppe mal wieder zusammen finden ;)

    LG Andrea

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    1. Hallo Andrea.
      An sich hätte ich große Lust "Die Sturmschwestern" mit euch zusammen zu lesen.
      Allerdings habe ich zur Zeit noch so viele andere Rezensionsexemplare, dass ich leider nicht mitlesen kann..
      Aber ansonsten bin ich gerne Mal wieder dabei!

      Liebe Grüße,
      Jana

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